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Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln („Gratisaktien”)
 
Was bedeutet die Ausgabe von „Gratisaktien”?
Die Hauptversammlung der Solarvalue AG hat am 28. März 2008 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Für jede nennwertlose Stückaktie werden jeweils sieben neue Aktien („Gratisaktien”) ausgegeben. Dadurch erhöhen sich das bisherige Grundkapital der Solarvalue AG und auch die Anzahl der ausgegebenen Aktien von aktuell 1.050.000 Euro um 7.350.000 Euro auf 8.400.000 Euro bzw. Aktien.
 
Warum heißen die neuen Aktien „Gratisaktien”?
Gratisaktien (auch genannt Berichtigungs-, Bonus-, Frei- oder Zusatzaktien) resultieren aus der Umwandlung offener Rücklagen in Grundkapital und stehen den Altaktionären entsprechend deren Anteil am Grundkapital zu. Die Kapitalerhöhung durch Ausgabe von „Gratisaktien” ist ein rein buchungstechnischer Vorgang. Der Solarvalue AG werden dadurch keine finanziellen Mittel zugeführt. „Gratisaktien” nennt man solche jungen Aktien, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zum Preise von Null ausgegeben werden.
 
Warum gibt die Solarvalue „Gratisaktien” aus?
Ziel der Maßnahme ist es, Kapital dauerhaft im Unternehmen zu binden, sowie gleichzeitig die Liquidität im Handel der Aktie zu erhöhen und damit die Volatilität der Aktie zu verringern.
 
Was muss ich als Aktionär tun, damit die „Gratisaktien” meinem Depot gutgeschrieben werden?
Aktivitäten seitens unserer Aktionäre sind im Zusammenhang mit der Ausgabe der neuen Aktien nicht erforderlich: Die technische Umsetzung wird von den Depot führenden Banken übernommen. Über den genauen Zeitpunkt der Umstellung werden wir separat informieren.
 
Haben die neuen Aktien eine eigene Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. ISIN ?
Nein. Die „Gratisaktien sind ebenfalls vom Beginn des Geschäftsjahres 2008 an gewinnbezugsberechtigt. Das gesamte Grundkapital in Höhe von dann 8.400.000 Euro wird zum Börsenhandel zugelassen werden Es gibt keine neue Wertpapierkennnummer. Die neuen und die alten Aktien haben dieselbe WKN.
 
Welche Auswirkungen hat die Ausgabe der „Gratisaktien” auf den Börsenkurs der Solarvalue-Aktie?
Der Kurs je Aktie reduziert sich prinzipiell auf ein Achtel des Kurses vor der Umsetzung der Kapitalmaßnahme. Gleichzeitig hält jeder Aktionär statt bisher einer dann acht Aktien.
 
Welche Auswirkungen hat die Ausgabe der „Gratisaktien” auf die bereits erworbenen und im Aktiendepot befindlichen Aktien?
Die Ausgabe der „Gratisaktien” ist vermögensneutral, d.h. der Gesamtwert der im Depot befindlichen Solarvalue-Aktien verändert sich nicht: Die Anzahl der gehaltenen Aktien verachtfacht sich, im Gegenzug reduziert sich der Wert je Aktie rein rechnerisch auf ein Achtel. Beide Effekte gleichen sich theoretisch aus.
 
Hat die Ausgabe von „Gratisaktien” steuerliche Auswirkungen?
Die Kapitalmaßnahme hat für unsere Aktionäre steuerrechtlich keine Auswirkungen.
 
Allgemeine Informationen
 
Was ist das Ziel der Solarvalue AG?
 
Kurzfristig:Aus metallurgischem Silizium kostengünstiges,
hochwertiges Solarsilizium (Solar Grade Silicon=SGS) produzieren.
Mittelfristig:Die ganze Wertschöpfungskette vom Rohmaterial bis
zum PV-System im Konzern integrieren.
Langfristig:Einen nachhaltigen Beitrag zum Energiewandel
leisten.
 
Wer ist Chief Executive Officer (CEO)?
Claudia Boehringer verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Finanzsektor. Sie war unter anderem bei der Dresdner Bank AG und dem Bankhaus Löbbecke, Berlin tätig. Ihr Schwerpunkt lag bei der Strukturierung der Anlagewerte der von ihr betreuten Klientel. Zuletzt arbeitete sie für Anderson Capital und führte Recherchen zum internationalen Solarmarkt durch. Für die Solarvalue AG hat sie ein Team von Experten aus dem Finanzbereich sowie Forschung und Marketing zusammengestellt.
 
 
Technologie und Produktionsstätte
 
Wo liegt das Fabrikgelände?
Die Produktionsstätte liegt in Ruse, einem kleinen Ort in Slowenien, direkt an der Grenze zu Österreich. Sie befindet sich auf dem Werksgelände der TDR- Fabrik. Slowenien ist seit 1. Mai 2004 Mitglied in der Europäischen Union und hat zum 1. Januar 2007 den Euro als Landeswährung eingeführt.
 
Welchen Vorteil bringt die TDR-Fabrik in Ruse?
Einen Großteil der Ausrüstung wie Lichtbogenöfen, Induktionsöfen und Gießeinrichtungen sind bereits vorhanden und können weiterverwendet werden. Wir nutzen zudem die vorhandene Stromversorgung, den Wasseranschluss, die Bahntransporteinrichtungen, die Labors sowie die nötigen Zufahrtswege. Gleichzeitig übernehmen wir qualifiziertes Personal inklusive Management. Damit sparen wir für den Aufbau der Produktion Zeit und Kosten.
 
Was macht Sie so sicher, dass Sie aus metallurgischem Silizium Solarsilizium machen können?
Das angestrebte Verfahren wurde bereits vor 20 Jahren von amerikanischen Wissenschaftlern erfolgreich umgesetzt. Seinerzeit gab es keine Solarindustrie bzw. Materialknappheit. Die TDR-Fabrik in Ruse, Slowenien, ist ideal für die Umrüstung geeignet. Hier wurde bisher Kalziumkarbid produziert. Mit John Mott hat Solarvalue zudem einen Experten der Siliziumherstellung gewinnen können. Er hat bereits in den 80er Jahren bei der Firma Solarex Solarsilizium hergestellt. Ein unabhängiger Consultant, Ted Ciszek, hat in seiner Expertise das technische Gesamtkonzept überprüft und als gut durchdacht und realisierbar eingestuft. Ted Ciszek war 25 Jahre am größten Solarforschungsinstitut der Welt, NREL in Golden, Colorado, tätig, zuletzt als Leiter der Materialforschung an kristallinem Silizium.
 
Wie sieht die Terminplanung aus?
 
Der Produktionsstart zur Herstellung von Solarsilizium ist für 2009 geplant.
 
 
Finanzen und Kapitalmarkt
 
Die Gesellschaft verfügt aktuell über ein voll eingezahltes Grundkapital von 8.400.000 Euro, eingeteilt in 8.400.000 Inhaberaktien.
 
Wie sieht die Aktionärsstruktur aus?
Größter Aktionär mit einem Anteilsbesitz von knapp 38 Prozent ist die Solarvalue Holding GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Dr. Karoly Horvath. Dr. Horvath ist zugleich Gründer der Gesellschaft.
 
Aufgrund der Aktiennotiz im Freiverkehr (Open Market) besteht für Aktionäre keine rechtliche Meldepflicht für das Über- oder Unterschreiten von Schwellenwerten. Insofern sind detaillierte verlässliche Angaben über die Aktionärsstruktur nicht möglich. Wir gehen aber davon aus, dass mehr als 37% der Aktien von institutionellen Investoren gehalten werden.