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Vorbereitung für die Produktion von Solarsilizium
Solarvalue AG gründet Tochter in Slowenien

Die Solarvalue AG, Berlin, beabsichtigt eine metallurgische Fabrikanlage in Ruše, Slowenien, zu kaufen, um dort Solarsilizium herzustellen. Zu diesem Zweck hat sie die Solarvalue Production d.d. gegründet, eine Aktiengesellschaft nach slowenischem Recht. Vorstand Claudia Boehringer hofft, dass der Fabrikkauf noch im Herbst vonstatten geht. Schon 2007 soll Solarsilizium im Kilotonnen-Bereich hergestellt werden. Weitere Informationen unter www.solarvalue.com
 
Wenn das Vorhaben gelingt, wäre Solarvalue der erste großtechnische Hersteller von Solarsilizium weltweit. „Wir wissen, dass die Pläne ehrgeizig sind“, sagt Vorstandsfrau Claudia Boehringer. „Doch wir haben uns zwei Jahre lang intensiv vorbereitet und sind zuversichtlich.“ Ihren Optimismus teilen Aufsichtsratvorsitzender Stefan Powels und die für Technik und
Produktion zuständigen Experten Dr. Julio Bragagnolo und John Mott.
 
Die zum Verkauf stehende Fabrik TDR Metalurgija stellte bisher unter
anderem Kalziumkarbid her. In einem Joint Venture mit einem slowenischen Hersteller von Metallrohren hat Solarvalue Production d.d. ein
Angebot abgegeben, dem gute Chancen eingeräumt werden. Nach dem Kauf wird die Fabrik mit hohem finanziellem Aufwand modernisiert und für die Produktion von Solarsilizium eingerichtet. Für die Region um Ruše bringt der geplante Kauf die Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Arbeitsplätze.
 
Da der Prozess bereits in kleinem Maßstab funktioniert, soll die Skalierung zügig erfolgen. „Wir wissen, dass wir nur dann einen Durchbruch erreichen, wenn das Material nicht nur kostengünstig produziert werden kann, sondern auch richtig gut ist“, schätzt Claudia Boehringer die Situation ein. Da Qualität vor Geschwindigkeit gehen soll, wird Solarvalue das Material regelmäßig von unabhängigen Instituten prüfen lassen.
 
Die Photovoltaik-Industrie leidet derzeit unter der Knappheit des Rohmaterials für Solarzellen, dem Silizium. Reichten bis vor kurzem noch die Abfälle der Halbleiterindustrie, so ist durch den Solarstrom-Boom seit einiger Zeit klar, dass neue Materialkapazitäten nötig sind. Bis Ende 2010 wird für den Photovoltaikmarkt eine jährliche Steigerung um 30 Prozent prognostiziert. Die großen Hersteller bauen ihre Kapazitäten mit Hochdruck aus, mit einer Entspannung beim Rohmaterial wird aber erst 2008 gerechnet.
 
Die Solarvalue AG wurde im Juni 2005 von Dr. Karoly Horvath gegründet, der Mehrheitseigener ist. Mit der Firmengründung will Horvath seinen Teil zum globalen Energiewandel beitragen. Unternehmenszweck ist zunächst die Herstellung von Solarsilizium aus metallurgischem Silizium. Geplant ist, die ganze Wertschöpfungskette in einem integrierten PV-Konzern anzubieten. Ein Börsengang ist geplant, sobald die Produktionsziele erreicht sind.
Berlin, 06.09.2006
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